Inhalt

Besuch der Regierungspräsidentin

04.06.2020

Eine Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf:

Wachtendonk freut sich über Fördermittel

Regierungspräsidentin übergibt Bescheide zur Modernisierung des Naturbades und Aufwertung des Ortskerns

Für Wachtendonk im Kreis Kleve hat Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher bei ihrem Besuch an diesem Mittwoch gleich zwei gute Nachrichten: Sowohl die Erneuerung des Naturbades Wachtendonk als auch die Belebung des historischen Ortskerns der Gemeinde werden durch Fördermittel unterstützt. „Wir setzen mit der Förderung aus zwei unterschiedlichen Töpfen an einem Ort konzentriert zwei Impulse für eine weitere Entwicklung", erklärt Radermacher.

Bescheidübergabe

Schon für Generationen ist das Naturbad ein Ort, um sich im Sommer zu erfrischen. Wenn Jung und Alt hier schwimmen oder einfach nur planschen, wird das Naturbad ein wichtiger Ort des sozialen Miteinanders: Nachbarn tauschen sich aus und Menschen aller Altersgruppen verbringen miteinander Zeit. Doch das Freibad ist insgesamt in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Gesamtkosten der geplanten Maßnahmen belaufen sich auf 826.038 Euro, während die Förderung 743.434 Euro beträgt (90 % Förderung). Die Modernisierung umfasst unter anderem die energetische Sanierung und Verbesserung der Barrierefreiheit des Umkleidegebäudes inklusive Sanitäranlagen, die Entschlammung des Schwimmbeckens und die Erneuerung des Beckenrandes sowie die barrierefreie Neugestaltung der Außenanlagen.

 

Im Bild (v.l.n.r.): Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt, Florian Goldfuß (Bezirksregierung, zuständiger Dezernent Städtebauförderung), Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, Margret Voßeler-Deppe (Landtagsabgeordnete)

„Ich freue mich sehr über die Bewilligung des Antrags", so Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt. „Ich bin überzeugt, dass mit der umfangreichen Sanierung des Freibades ein wichtiger Schritt zur weiteren Integration und Barrierefreiheit in der Gemeinde gemacht wird. Mit der hohen finanziellen Unterstützung durch das Förderprogramm ist eine weitere Attraktivitätssteigerung in Bezug auf die Verbesserung des Angebotes für Sport, Freizeit und Familie in Ortsnähe verbunden".

Der nahegelegene malerische Ortskern mit den schmalen Straßen, umgeben von einem alten Stadtgraben mit Burgruine, spiegelt den mittelalterlichen Charakter immer noch gut wider. Hierhin fließen erstmalig Städtebaufördermittel und markieren den Startpunkt zur Umsetzung eines Maßnahmenpakets zur Stärkung des historischen Zentrums. Mehr als die Hälfte der Bausubstanz im Ortskern ist denkmalgeschützt. Aber nicht überall erfüllt der öffentliche Raum die Anforderungen an eine gute Barrierefreiheit, was naturgemäß an den schmalen Straßen liegt. In einem ersten Schritt erhält die Gemeinde189.345 Euro an Förderung unter anderem zur Errichtung einer barrierefreien Rampe zur Niers am Friedensplatz. Die Förderquote beträgt 50 %, sodass die Gemeinde den gleichen Beitrag zur Umsetzung beisteuert. In den nächsten Jahren sollen zudem unter anderem die öffentlichen Wege und Flächen entlang der Graben- und Wallzone aufgewertet werden. Hier wird eine Nierspromenade entstehen. Insgesamt soll die Umsetzung aller Maßnahmen rund 6 Mio. Euro kosten, sodass die Gemeinde eine Fördererwartung im Rahmen der Stadterneuerung von insgesamt rund 3 Millionen Euro hat.

„Durch die vom Rat beschlossenen Maßnahmen wird der historische Ortskern Wachtendonk nicht nur verschönert, sondern auch weiter aufgewertet", findet Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.Hintergrund zu den Förderprogrammen:

Die Mittel für das Naturbad Wachtendonk stammen aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier", welches das Bundesbauministerium gemeinsam mit den Ländern gestartet hat. Im Fokus stehen bauliche Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau von sozialen Infrastruktureinrichtungen im Wohnumfeld.

Die Mittel für den historischen Ortskern Wachtendonk stammen aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren", eine weitere Bund-Länder-Initiative. Mit Hilfe des Programms sollen Stadt- und Ortsteilzentren attraktiver und zu identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur weiterentwickelt werden.