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Breitbandausbau in den Außenbereichen

08.02.2019

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

nach über zwei Jahren Vorbereitungszeit von Beratungen in den politischen Gremien bis zum europaweiten Ausschreibungsverfahren konnten entsprechende Zuschläge an ein Telekommunikationsunternehmen vergeben werden. Sobald die endgültigen Förderbescheide vorliegen, wird der Kreis Kleve bekanntgeben, welches Unternehmen den geförderten Breitbandausbau in den Außenbereichen von Wachtendonk durchführen wird. Im Ergebnis können 346 Haushalte in den Wachtendonker Außenbereichen, die bisher als so genannte „weiße Flecken“ galten, mit Glasfaseranschlüssen und Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s im Down- und im Upload versorgt werden. Da der Ausbau mit öffentlichen Mitteln durchgeführt wird, ist der Bürger nicht an einen bestimmten Anbieter / Provider gebunden. Der Breitbandanschluss wird so gestaltet sein, dass er von jedem Internetanbieter belegt werden kann. Hier entscheidet der Bürger ganz alleine, bei welchem Unternehmen er einen Internetvertrag abschließt.

Ein vom Kreis Kleve beauftragtes Beratungsbüro ermittelte ein Investitionsvolumen für das Gemeindegebiet Wachtendonk in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. EUR für die Verbesserung der Breitbandversorgung in den Außenbereichen. Abzüglich der beantragten Förderung aus Bundesmitteln (50 %) und Landesmitteln (40 %) beträgt der Eigenanteil der Gemeinde Wachtendonk (10 %) 360.000,00 EUR.

Ich hoffe, Sie über die Ausbauplanungen und Bauzeiten in nächster Zeit informieren zu können.

Der Vectoring-Netzausbau in Wachtendonk ist abgeschlossen und steht seit Ende Januar 2019 zur Verfügung

Mehrere Kilometer Glasfaser und zehn umgerüstete Verteiler für schnelleres Internet wurden seit Ende Juli 2017 im Gemeindegebiet aufgestellt. 

Das Unternehmen Deutsche Telekom AG hat für den Vectoring Ausbau die vorhandene Infrastruktur genutzt. Es sind von der Telekom in Herongen, Sevelen, Aldekerk, Nieukerk, Wachtendonk und Wankum rund 12,7 Kilometer Glasfaser verlegt worden. Sie ersetzen auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler die bisherigen Kupferkabel und sorgen so für höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Für das Gemeindegebiet Wachtendonk handelt es sich um 10 Verteiler. Diese Verteiler wurden umgebaut zu Multifunktionsgehäusen. In diesen großen grauen Kästen wird das Lichtsignal der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Hausanschluss übertragen. Hierfür waren kaum Tiefbauarbeiten notwendig. Die Technik, die zum Einsatz kommt, heißt "Vectoring". Diese Technik entstört das Kupferleitungsnetz. Durch diese Entstörung können beim Datenaustausch höhere Bandbreiten erreicht werden. Jedoch ist zu beachten, dass die Bandbreite, die beim Kunden ankommt auch von der Entfernung zwischen Multifunktionsgehäuse und Wohnhaus, sowie die Anzahl der Wohnhäuser, die von einem Multifunktionsgehäuse versorgt werden, abhängig ist.

Laut Auskunft der Telekom-Mitarbeiter werden durch die Vectoring-Technik beim Download bis zu 100 Mbit/s erreicht, beim Upload bis zu 40 Mbit/s. Um die Technik auch in vollem Umfang nutzen zu können, muss der Verbraucher einen entsprechenden DSL- Anschluss in Auftrag geben, und einen vectoring-fähigen Router installieren. Die Notwendigkeit zur Umrüstung wird von dem jeweiligen Anbieter geprüft und zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr plant die Deutsche Telekom eine Softwareverbesserung, die zu Übertragungsgeschwindigkeiten mit bis zu 250 Mbit/s im Runterladen und bis zu 50 Mbit/s beim Hochladen von Daten führen kann.

Der Netzausbau der Deutsche Glasfaser ist für die Ortschaft Wachtendonk abgeschlossen. In der Ortschaft Wankum fehlen noch wenige Hausanschlüsse. Damit geht ein „steiniger“ Weg mit vielen Unannehmlichkeiten für die Bürgerschaft zu Ende. Ich bedauere sehr, dass es zu verschiedenartigen Störungen gekommen ist, aber es war jetzt die einmalige Chance für unsere Gemeinde, an das Glasfasernetz für das 21. Jahrhundert angeschlossen zu werden. Ich denke, es hat sich für unsere Gemeinde gelohnt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Bürgermeister

Hans-Josef Aengenendt