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EmergencyEye®

08.05.2019

Kreis Kleve – Eine neue Software in der Kreisleitstelle macht´s möglich: Sie heißt EmergencyEye® und kann Koordinaten und sogar Bilddaten mit Hilfe des Smartphones vom Einsatzort direkt an die Leitstelle übertragen. Damit können sich die Mitarbeiter in der Kreisleitstelle bei Bedarf ein sehr konkretes Bild vom Geschehen vor Ort machen und zielorientiert entscheiden, welche Art Hilfe dort gebraucht wird.

Ein Radfahrer stürzt im Gelände. Er wählt den Notruf 112. Doch wohin soll der Rettungswagen fahren? Oder eine andere Situation: Spaziergänger sehen in der Nähe Rauch aufsteigen. Auch sie wählen 112. Doch wo genau ist der Einsatzort für die Feuerwehr? Ist der Ort des Notfalls unklar, unterstützt das neue System EmergencyEye® die Kreisleitstelle. Über die Software kann die Leitstelle den Standort des Anrufers ermitteln, indem sie moderne Smartphone- und Internettechnik nutzt. Das funktioniert so: Der Anrufer erhält auf seinem Smartphone eine SMS mit einem Link, der zu EmergencyEye® führt. Gibt der Anrufer die Ortsdaten frei, werden die GPS-Koordinaten an die Kreisleitstelle übertragen.

Bei manchen Notfällen wäre es hilfreich, wenn die Mitarbeiter in der Leitstelle statt der ausschließlich mündlichen Beschreibung der Situation auch auf Bilder zurückgreifen könnten. Auch das ist mit der Software EmergencyEye® möglich, wenn der Anrufer auch die Kamera seines Smartphones freigibt. Die erzeugten Bilder werden vom Smartphone über das mobile Internet in die Kreisleitstelle übertragen, ohne dass die Bilddaten in Computersystemen gespeichert werden. Der Datenschutz ist also gesichert. Anhand der Bilddaten entscheidet die Leitstelle, welches Fahrzeug sie zum Unfallort entsendet und kann direkt die Erste Hilfe anleiten. Auch beim Brand sind Bilder vom Smartphone hilfreich. Welche Farbe hat der Rauch, wie schnell steigt er auf, genügt ein Löschfahrzeug oder brennt dort vielleicht mehr? Die an die Leitstelle übertragenen Bilder helfen den dortigen Mitarbeitern bei der Entscheidung, welche Einsatzfahrzeuge gebraucht werden.

„Die Verzahnung der modernen technischen Möglichkeiten im Notfallgeschehen kommt den ehrenamtlichen Feuerwehren, dem Rettungsdienst des Kreises Kleve und damit letztendlich allen Menschen in Notsituationen zugute. Gerade dort, wo es auf jede Minute ankommt, bietet die Innovation durch den Einsatz von EmergencyEye® einen weiteren wichtigen Baustein in der Rettungskette“, beschreibt Landrat Wolfgang Spreen die Vorteile.